von Marlies Barkowski, Projektleitung Evaluation Digitalstrategie, LKA

Im Artikel H5P – Grundlagen wurden bereits einige Vor- und Nachteile der Software für interaktive Lerninhalte sowie erste Tipps zur Erstellung vorgestellt. Vielleicht haben Sie sich schon auf der Website von H5P umgesehen und erste Inhaltstypen kennengelernt. Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne meine persönlichen Favoriten vorstellen, aber natürlich gibt es noch einiges mehr zu entdecken: Unter h5p.org – Examples & downloads finden Sie alle Inhaltstypen mit entsprechenden Beispielen. Außerdem stellt H5P auf hier zahlreiche Tutorials für Autor*innen zur Verfügung.

Die Klassiker: Multiple Choice & Co

Neben vielen innovativen Entwicklungen hat H5P vor allem auch ganz klassische Aufgabentypen im Angebot. Technisch einfach und optisch ansprechend können Single- und Multiple-Choice-Aufgaben, sowie Lückentexte und Drag-the-words-Aufgaben erstellt werden:

Course Presentation – Bild, Text & Aufgaben kombiniert

Die Course Presentation bietet die Möglichkeit, mehr Inhalt auf eine Seite zu packen, ohne, dass die Seite länger wird und der/die User*in mehr scrollen muss. Stattdessen kann man sich bequem und im eigenen Tempo durch die verschiedenen Folien klicken. Neben Texten, Bildern und Videos können auch einige Aufgabentypen wie Lückentexte & Co mit eingebaut werden. So können Sie theoretische Informationen mit interaktiven Elementen abwechseln. Mit der Course Presentation kann ein asynchroner Kurs sehr strukturiert und übersichtlich gestaltet werden.

Spielerisch lernen im digitalen Raum

Während die Aufgaben oben oder die Course Presentation eher an Unterricht und Lernkontrollen aus der Schulzeit erinnern, motivieren andere Inhaltstypen, das Lernen im digitalen Raum spielerisch zu gestalten. Mit Quizaufgaben, Kreuzworträtseln oder Memory können viele theoretische Inhalte interaktiv umgesetzt oder wiederholt werden und die Nutzer*innen haben im besten Fall sogar Spaß daran. Auch hier ist die Erstellung sehr simpel und ein Kreuzworträtsel oder Memory deutlich schneller erstellt als analog.

Virtuell erlebbar machen

Im Artikel 360°-Bilder in der Öffentlichkeit hat Jens Palkowitsch-Kühl in die Erstellung und Anwendungsmöglichkeiten von 360°-Bildern eingeführt. Auch H5P bietet eine Möglichkeit für den Einsatz. Mit der Virtual Tour können Sie Ihre 360°-Aufnahmen problemlos in den Kurs integrieren und beispielsweise mit Informationen in aufklappbaren Bereichen ergänzen. Schauen Sie sich doch mal im Römischen Theater um – und vielleicht ist es eine Inspiration für einen virtuellen 360°-Lernraum in Ihrem eigenen E-Learning-Kurs.

Hier ein Beispiel für die Konfiarbeit: https://blogs.rpi-virtuell.de/konfikurs/entdecke-deine-kirche/

Interaktives Video

Gerade Videos werden in asynchronen Kursen gerne genutzt – Aufzeichnungen von Veranstaltungen sind schnell hochgeladen und können dann flexibel von Interessierten angeschaut werden. Häufig geht die Länge der Videos weit über 15 Minuten hinaus und die vielen Chancen, die das Lernen im digitalen Raum mit sich bringt, werden nicht genutzt. Der Inhaltstyp “Interactive Video” wirkt genau dem entgegen und ermöglicht dem/der Ersteller*in eine Verbindung vom klassischen Video mit interaktiven Elementen. Das Video kann dann für kurze Wiederholungsaufgaben unterbrochen werden, der/die Zuschauer*in kann Teile des Videos gezielt überspringen und wird zu entsprechenden Inhalten navigiert und vieles mehr. Natürlich lohnt sich ein interaktives Element auch schon bei kürzeren Videos, wie hier in dem Beispiel von H5P:

Selbst ausprobieren & entdecken

Vielleicht haben Sie jetzt direkt Lust bekommen, selbst den ein oder anderen Inhaltstyp für einen Kurs oder Ihre Website zu erstellen – falls Sie zum ersten Mal mit H5P arbeiten, schauen Sie gerne noch einmal in den Grundlagen-Artikel von Christian Pfliegel und natürlich auf h5p.org, für weitere Beispiele und Tutorials.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

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