Godi Alternativ und Live – Neu-Ulm

Ein Projekt der Digitalstrategie der ELKB

Kontakt

Ruth Šimeg
ruth.simeg@elkb.de

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Kurzbeschreibung

Mobiles Streamcase zum Einsatz in verschiedenen Kirchen, gute Projektionstechnik zur Professionalisierung alternativer Gottesdienstformen.

Ziel

Ausbau des Profils der Erlöserkirche mit alternativen Gottesdienstformen; verlässliche Technik ermöglicht regelmäßigen Einsatz, bisher hoher Arbeitsaufwand zur Installation von Leinwand, Beamer und Übertragungstechnik; Professionalisierung der Außenwirkung durch gute technische Ausrüstung; Möglichkeit zur mobilen Nutzung bei Kooperationsveranstaltungen.
Wg. Corona soll Livestream auch bei klassischen Gottesdiensten und Kasualien (Taufen, Konfirmation) genutzt werden können.

Erfahrungen

Stand Februar 2022:

Durch Corona gab es einen gewissen Zeitdruck, das Projekt anzugehen (bei uns Übertragung Heilig Abend 2020), weshalb die Förderhöhe nicht abschließend bedacht war (z.B. nicht beantragt: Sim-Karte, Kosten von 25€ pro Monat) und z.T. Dinge angeschafft wurden, die später nachgerüstet werden mussten.
Es gab einige technische Hürden, die sich aber Stück für Stück beseitigen ließen. Die Dauer, um den Ton in Griff zu kriegen, hatten wir doch etwas unterschätzt. Diese Schwierigkeiten hingen aber vor allem mit technischen Spezialitäten unserer Kirche zusammen.
Die Übertragungen werden gut genutzt. Viele Menschen sind dankbar, teilnehmen zu können – besonders an besonderen Festen, aber auch Konfirmationen. Gerade, wenn Menschen aufgrund von Quarantäne bei solchen Gottesdiensten nicht teilnehmen können, hat es eine besondere Qualität, mitfeiern zu können. Auch besondere, alternative Gottesdienste werden sehr gut angenommen und kommen auf bis zu 180 Aufrufe. Einige Menschen, die längst nicht mehr vor Ort wohnen, halten über die Streams Kontakt zu ihrer Heimatkirche Die „normalen“ Sonntagsgottesdienste werden eher nicht live mitgefeiert, werden dafür im Lauf der Woche geklickt. Sie werden auch ins Krankenhaus übertragen und werden dort gut angenommen. Es gibt aber auch durchaus vereinzelte Rückmeldungen, dass es so etwas aus der eigenen Kirche nicht braucht, da doch die Fernsehgottesdienste eine so viel bessere Qualität haben.
Die Möglichkeit, auch aus anderen Kirchen besondere Gottesdienste übertragen zu können ist natürlich interessant und wertet die Streams auch auf. Das soll in Zukunft noch ausgebaut werden.

Neben Gottesdiensten wurde die Technik auch für andere Gemeindeveranstaltungen genutzt, z.B. um im Lockdown einen „Kinderbibeltag Online“ zu veranstalten. Durch den mobilen Einsatz ist es auch möglich, Vorträge, Veranstaltungen oder die Dekanatssynode aus anderen Kirchen zu übertragen und so einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Tipps, falls Sie ein ähnliches Projekt durchführen wollen

Es braucht Fachleute, am besten in IT und Tontechnik und/oder Menschen, die bereit sind, sich einzulernen. Streamtechnik kann zum Teil sehr langwierig und auch frustrierend sein, weil nicht immer alles auf Anhieb klappt. Der mobile Einsatz stellt nochmal vor besondere Herausforderungen, da jede Kirche bzw. Tonanlage anders ist. Der Preis ist auch nur zu halten, wenn viel Fachwissen ehrenamtlich eingebracht wird. So wurde z.B. der gesamte Case-Bau ehrenamtlich geleistet.
Es ist auch fürs theologische Personal deutlich zusätzlicher Aufwand – die Technik muss dann ja auch entsprechend eingesetzt werden. Auch Spezialitäten wie z.B. Datenschutz gibt es von Pfarramtsführungsseite zu bedenken. Also: Nur machen, wenn einige begabte Menschen und auch der/die Pfarrer:in Lust drauf haben.