Ziele & Voraussetzungen

Ziel der Digitalstrategie der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist, die Herausforderung des digitalen Wandels in drei großen Bereichen anzunehmen und die digitale Zukunft in unserer Kirche gemeinsam zu gestalten. Wir wollen Digitalisierung gemeinsam mit Ihnen dafür nutzen, um Theologie und Ethik zur Geltung zu bringen. Mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Und außerdem Prozesse zu verbessern und Standards zu etablieren. Für das Erreichen dieser Ziele gilt es, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Strategische Ziele und Voraussetzungen werden hier im Einzelnen aufgeführt.

Reflexion
Theologie und Ethik zur Geltung bringen.
Kommunikation
Mit Menschen ins Gespräch kommen.
Organisation
Prozesse verbessern und Standards etablieren.
Hintergrund
  • Die ELKB bleibt im Blick auf ihre Ziele im digitalen Raum ehrgeizig. Sie unterstreicht den Willen zur digitalen Kommunikation, wie er in der Internetstrategie „Das Netz sinnvoll nutzen“ von 2011 ausgedrückt ist.
  • Die vorliegende Strategie macht sich die Einsichten, Selbstverpflichtungen und politischen Forderungen des Impulspapiers von 2015 „Das Netz als sozialer Raum: Kommunikation und Gemeinschaft im digitalen Zeitalter“ zu eigen.
  • Die Strategie greift die Anregungen des landeskirchlichen Reformprozesses „Profil und Konzentration“ (PuK) zur Präsenz der Kirche im digitalen Raum auf. Sie weiß sich insbesondere der dort von der entsprechenden Arbeitsgruppe formulierten Empfehlung eines Kulturwandels verpflichtet: „Digitalität, Nutzerorientierung, Agilität und Vernetzung stellen neue Anforderungen an kirchliche Strukturen und Prozesse.“
  • Der notwendige Kulturwandel fordert die Kirche in ihren einzelnen Handlungsfeldern genauso heraus wie in der theologisch-ethischen Reflexion, in der Mitgliederkommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit ebenso wie in der kirchlichen Verwaltung.
  • Um die notwendige aktive Beteiligung und eine lernoffene Feedbackkultur zu unterstützen, liegt der vorliegenden Strategie für die Jahre ab 2019 ein iterativer Entwicklungs- und Definitionsprozess zugrunde. Sie versteht sich als vorläufig und nicht abgeschlossen. Darin entspricht sie der hohen Innovationsfreudigkeit der digitalen Welt.

Leitlinien
Grundsätze
  • Die ELKB weiß sich der Kommunikation des Evangeliums durch die Kirche vor Ort und im deutschsprachigen Raum verpflichtet. Dazu begreift sie die Chancen neuer Entwicklungen und nutzt aktuelle digitale Technologie zielorientiert, effektiv und verantwortlich.
  • Der Auftrag, das Evangelium zu kommunizieren, ist zugleich der Auftrag, an einer Kultur der Wertschätzung und des Respekts, der Vergebung und der Möglichkeit des Neuanfangs zu arbeiten, sowie sich für die Wahrhaftigkeit gesellschaftlicher Information starkzumachen.
  • Die ELKB legt Wert auf Benutzerfreundlichkeit sowie Datensouveränität ihrer Mitglieder und Nutzer*innen.
Infrastruktur
  • Die Digitale Technik stellt die Infrastruktur zur Sicherstellung einer ansprechenden und aktuellen Präsenz in der Vielfalt digitaler Medien bereit.
  • Die Digitale Technik schafft die Voraussetzungen für die Kooperation innerhalb der verfassten Kirche und mit den diakonischen Einrichtungen.
  • Sie sorgt für Synergieeffekte durch die Zusammenarbeit mit den Digital-Bereichen anderer Kirchen und diakonischer Einrichtungen.
Architektur
  • Die ELKB implementiert nur flexible, zukunftssichere und ausbaufähige digitale Lösungen, die die erforderlichen Prozesse und Organisationseinheiten optimal und kostenbewusst unterstützen.
  • Die ELKB orientiert sich, wenn immer machbar und wirtschaftlich sinnvoll, an standardisierten Lösungen.
  • Die Digitale Technik berücksichtigt – wo erforderlich und möglich – lokale und regionale Bedürfnisse. Die künftige Infrastruktur und darauf abgestimmte Anwendungen müssen die Kommunikation vor Ort weiter vereinfachen.
  • Projekte und Vorhaben sind hinsichtlich Kosten, Nutzen und Risiken zu entscheiden.
  • Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen ist zwingend erforderlich.
Kultur der Veränderung
  • Wir begreifen Digitalisierung als Chance und als Verpflichtung zu Bildung und verantwortlicher Gestaltung in Kirche und Gesellschaft.
  • Wir binden Stakeholder-Gruppen in Veränderungen ein und kommunizieren proaktiv.
  • Wir arbeiten an einer Kultur der Lösungsorientierung.
Organisation
  • Leitung und Verantwortlichkeiten sind klar definiert.
  • Übergreifende Projekte fördern die Teamorientierung.
  • Information und Kommunikation sind effektiv vernetzt.