von Esther Ferstl, Klimaschutzmanagerin der ELKB, Landeskirchenamt der ELKB

Kann man auch im Büro etwas für den Klimaschutz tun?

Aber klar! Egal ob in offiziellen Büroräumen oder im Homeoffice – jede*r kann auch am Arbeitsplatz dazu beitragen, dass unsere Welt etwas nachhaltiger wird. Viele Dinge lassen sich ganz einfach in den Alltag integrieren und bedeuten keinen Mehraufwand.

Muss ich im Büro jetzt frieren?

Nein. Es stimmt zwar, dass die Reduktion der Raumtemperatur die meiste Einsparung bringt: 1 °C weniger bedeutet schon 6 % eingesparte Energie und damit natürlich auch weniger Treibhausgasemissionen.

Wärmer als 19 °C sollte es im Büro also nicht unbedingt sein. Damit diese Temperatur auch als angenehm empfunden wird, sollte man aber auf jeden Fall auf die Luftfeuchte achten. Das geht am einfachsten mit einem Hygrometer, das es schon für wenig Geld zu kaufen gibt (auch in Kombination mit einem Thermometer). Eine Luftfeuchte von 40 – 60 % ist ideal, denn ist es zu feucht, fühlt es sich deutlich kälter an als es ist. Dagegen hilft regelmäßiges Lüften.

Was kann ich tun, wenn ich die Heizung gar nicht selbst regulieren kann?

Es lässt sich auch mit vermeintlichen Kleinigkeiten viel sparen. Besonders hinsichtlich des Papierverbrauchs lässt sich einiges machen. Wie immer sollte man sich zunächst fragen, ob z.B. ein Ausdruck überhaupt notwendig ist, oder ob ein digitales Dokument nicht auch ausreicht.  Dort, wo Papier unvermeidbar ist, sollte auf jeden Fall 100 % Recyclingpapier zum Einsatz kommen. Ein verlässliches Siegel ist hier der Blaue Engel. Recyclingpapier ist mittlerweile so gut, dass es problemlos bedruckt werden kann und auch archivierbar ist. Dadurch müssen weniger Bäume gefällt werden, und man spart auch noch über 35 Liter Wasser pro Kilogramm Papier!

Ein weiterer Tipp, um am Arbeitsplatz etwas für das Klima zu tun, ist möglichst sorgsam mit Energie, vor allem mit Strom umzugehen. Das bedeutet, insbesondere beim Verlassen des Büros, alle Geräte auszustecken, die nicht unbedingt benötigt werden. Viele Elektrogeräte lassen sich nämlich nur in den Stand-by-Modus aber nicht komplett „aus“ schalten und verbrauchen so weiterhin Strom.

Bei längeren Abwesenheiten, z.B. über die Weihnachtsferien, sollten auch größere Geräte wie Kühlschränke leergeräumt und ausgeschaltet werden.

Wem das ständige Ein- und Ausstecken zu mühsam ist, kann sich eine schaltbare Steckerleiste besorgen, die mit einem Knopfdruck alle Geräte auf einmal vom Strom nimmt.

Tragen auch meine Pflanzen im Büro zum Klimaschutz bei?

Dieser Artikel heißt ja der „grüne“ Arbeitsplatz. Leider tragen Pflanzen im Arbeitszimmer jedoch nicht automatisch zum Klimaschutz bei, sondern können sogar eher problematisch sein. Das liegt daran, dass besonders exotische Pflanzen wie Kakteen oder Palmen häufig von weit her eingeflogen und in ihren Ursprungsländern teilweise einfach aus der Natur entnommen werden.

Achten Sie bei Neuanschaffungen also darauf, dass Sie entweder heimische Pflanzen kaufen oder welche, die z.B. aus Ablegern hier gezüchtet worden sind. Auch „Secondhand“-Pflanzen sind eine gute Alternative, denn je länger eine Pflanze lebt, desto nachhaltiger ist sie!

Den positiven Effekt, den Pflanzen auf das Klima haben – nämlich, dass sie CO2 in Sauerstoff umwandeln – dürfen Sie bei Zimmerpflanzen aber nicht überschätzen: Diese sind in der Regel zu klein und haben zu wenig Blattmasse, um relevante Mengen O2 zu produzieren. Da sie aber zu einer angenehmen Atmosphäre im Raum beitragen, haben sie durchaus ihre Berechtigung.

Natürlich gibt es noch unzählige weitere Tipps, wie man den Arbeitsplatz nachhaltiger gestalten kann. Einige davon finden Sie auch auf unserer Webseite www.umwelt-evangelisch.de.

Wichtig ist, einfach mal zu starten und Schritt für Schritt Dinge zu ändern. So lassen sich neue Routinen leichter in den Alltag integrieren, und man wird nach und nach immer umweltfreundlicher! 

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